I
Im Souterrain eines Hauses wurde in einem Mauerdurchbruch unter der Decke ein starkes Fernrohr installiert. Der umgebende Bereich wurde als zeitloser Jagd-Anstand gestaltet. Aus jungsteinzeitlicher Höhlenmalerei wurden v.a. Darstellungen von Scheinmammuten auf die Wände übertragen. Es handelt sich dabei um unvollständige Umrisse, die sich dem früher in die flackernd ausgeleuchtete Dunkelheit Vordringenden plötzlich zur lebendigen Präsenz des Tieres schlossen.
Der Anstand lag im Halbdunkel. Die Lichtquelle des Raumes war niedrig, um mit den Besucherschatten Formbewegungen an den Wänden hervorzurufen.
Draußen wurde in 50 m Entfernung an eine Straßenlaterne ein Ausleger mit einer Mammutreplik geschraubt. Das Fernrohr war fest auf diesen Punkt fokussiert.
Ein Zettel neben dem Durchbruch informierte darüber, dass nur bis 22 Uhr Büchsenlicht gegeben sei.
II.
Der Beobachtungstrieb ist Teil des Jagdtriebs. Die Höhle ist Ausgangs- und Endpunkt aller Unternehmungen. Jagd- und Höhlentrieb sind Beispiele für emotionale Grundlagen, die noch so fortbestehen, wie sie bei der zivilisatorischen Wandlung zur Jagdgesellschaft angelegt wurden.









