Element schließen

Kurzbeschreibung
Gezeigt wird eine Kopie, vermutlich des 19. Jhd., nach einem verschollenen Gemälde Poussins, Frenhofer im Monat seines Todes darstellend. Das Gemälde ist ursprünglich deutscher Herkunft (Nationalgalerie Berlin, ehem. Inv. Nr. 12) und gelangte zu unbekannter Zeit nach Frankreich. Es befand sich im 1998 versteigerten Nachlaß von Mme H. Th. Markovitch und kam 2004 als Schenkung in die Sammlung des damals neu gegründeten „Frenhofer – Institut, Paris“. Als Leihgabe dieses Institutes wird es seitdem unterschiedlichen künstlerischen Präsentationen beigeordnet, um den mit Frenhofer verbundenen Gedanken Öffentlichkeit zu ermöglichen.

Hintergrund
1.
Edouard Frenhofer , um 1540/ † April 1613„Einziger Schüler des Mabuse (Jan Gossaert), dessen Tradition der sogenannten „Reliefmalerei“ er fortsetzte. Bekannte Werke: „Dido resiste le vice“, „Henri IV. entreé en La Rochelle“,  „La Belle Noiseuse“. Suchte nach einer Malweise mit in den Raum übergreifender Lebendigkeit. Wichtig sei „zu malen, was wir atmen“. Frenhofer war wegweisend für Poussin." - Lexikon des arts et metiers, Lyon 1964

Frenhofers nur sich selbst verpflichtete Arbeitsweise führte ihn in einen finalen Konflikt. Der künstlerische Wert seiner sich in Abstraktion auflösenden Darstellungen konnte zu seiner Zeit nicht gesehen werden. Erst 300 Jahre später erfuhr er Aufmerksamkeit, z.B. im Künstlerkreis um Picasso, der sogar in einem der Ateliers, die mit Frenhofers Namen verbunden sind (Paris, Rue des Grands Augustins, 7), „Guernica“ malte. Zum weiteren Verständnis von  Person und Bedeutung sei auf Balzacs trivialisierende Erzählung „Das unbekannte Meisterwerk“ verwiesen.

2.
Auszug einer Rede vor der „Frenhofer - Gesellschaft“, 2005  : „Trotz der Risiken für den Künstler hinsichtlich Rezeptionskonflikten und Gefahren der Selbsttäuschung bleibt, nach unserer Ansicht, programmatisch:
● die Hingabe wesentlich für verbindliche Arbeit
● die Fülle aller Aspekte grundlegende Bedingung für Entscheidungen
● das Scheitern ein gültiges Indiz für die Vollkommenheit des Möglichen
● das Folgende uneingeschränkt zu bewundern: „Schöne Dinge haben schöne Fehler.“ Es soll das Risiko zu Wohl und Wehe zwingen: Mon dieu, encore une horreur! – Ah! Ca, c´est une chance! ”


[1] Auszug einer Rede Dr. Georg Calwers, seit Mai 2005 als Sekretär ebenda tätig. Der Kongreß der „Frenhofer Gesellschaft“ im April 2007 in Temuco/ Chile dankte sich v.a. seiner Initiative.

Element schließen
  • 2008, „Sauer macht lustig und umgekehrt“, Galerie Dogenhaus- Leipzig
  • 2009, „Zwei Dumme ein Gedanke“, Galerie LFN- Leipzig
Element schließen
  • Balzac: Das unbekannte Meisterwerk, Frankfurt/M. 1987

Zitat:

Die Lücken des Baumes bestehen aus Teilchen von leuchtender Luft. Sie sind kleiner als der Baum und deshalb geht ihre Wahrnehmbarkeit schneller verloren als die des Baumes, aber daraus geht nicht etwa hervor, daß sie nicht da sind.

-> L. da Vinci: Tagebücher und Aufzeichnungen, München 1952

Element schließen
Ölmalerei auf Holz, 13,7 x 11,2cm, Rahmen der Nationalgalerie Berlin 39 x 37cm, Messingschild: Nicolas Poussin- Portrait du paintre E. Frenhofer- Succession de Mme H.Th. Markovitch
Element schließen
Ölmalerei auf Holz 13,7 x 11,2cm
Element schließen
2004, Gründung des „Frenhofer- Institutes, Paris“ und der Frenhofer Gesellschaft, Stempel
Element schließen
2007, Jahreskongresses in Temuco (Chile), Faltblatt 29,8 x 7cm, Vorderseite
Element schließen
2007, Jahreskongresses in Temuco (Chile), Faltblatt 29,8 x 7cm, Rückseite
Element schließen
Paris- 7, Rue des Grands Augustins

Peter Bux: Einstweilen.dePeter Bux: Einstweilen.de