I.
Endlos neu erscheint eine in die Luft geworfene, drehende Münze. Die ballistische Kurve wird in Zeitlupe verfolgt.
Der Film soll, das ist Bedingung, über einem Durchgang gezeigt werden.
-> Trespass, -> Matchpoint
II.
Schwellenpoesie
Das höchste Glück der Schwelle: nicht da, nicht dort. Gewesenes abgewandt belassen, Künftiges unberührt schauen. Im Transfer die glückliche Teilhabe am offenen Moment. Schwellenlust heftet sich der Bewegung an und faltet das Vergangene zusammen. Die Räumung geht in Abwesenheit über. Vor Augen das Neue, wahrscheinbarer als möglich.
*
Von der Hoffnung auf Vordringen geführt. Die Sehnsucht als Hilfsmittel, über eine Schwelle zu gelangen. Sehnsucht, die nicht durch Erfüllung verloren werden darf.
Die Schwelle löscht vorübergehend alle Irrtümer. Das ist das Schöne. Wer das nicht erträgt, fühlt wie einer, der immer den Rücken an der Wand lang schob und nun zu einer Ecke kommt. Doch man kann auf der Schwelle nicht leben, muß den Ort wechseln um woanders ebenfalls etwas zu verpassen.
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Das Ungeteilte ist das Ziel, der fackelnde Sinn im Moment des plötzlichen Erkennens. Dieser unmittelbare Sinn verlischt in späterem, nachvollziehendem Verständnis. Versuche, das simultane Erlebnis zu zeigen, den Bildgedanken einfach zu erfüllen und nicht durch Zusammenhang zu legitimieren, sind von ordnendem Sinn bedroht. Worte haben nichts zu sagen.
Gedanke und Denken stehen zueinander wie Bild und Kunst, wie Wert und Preis.
Aus der Kälte kommend einen Ofen umarmen: dieser Schmerz kann Alles sein.



