Es ist ein Verdienst jeder Katastrophe, das Festgefügte beweglich zu machen.
I.
Es wird eine Episode der Verwandlung vorgestellt. Während äußeren Gründen fortzugehen Folge geleistet wird, entsteht unter dem Eindruck der Auflösung Widerstand, der zur Verteidigung des Dableibens führt.
Die aus dem Wohnverhältnis gelösten Möbel werden Stückgut und Bausteine. Diese Eigenschaft besitzt jegliche Möblierung schon im Voraus. Die Umzugsburg ist ein Spezialfall geordneten Eigentums. Die maximale Paßgenauigkeit ersetzt die bisherige Bedeutung der Dinge. Der lückenlose Hintergrund wird zu einer zeitgemäßen Fortifikation.
II.
Die Darstellung bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Weitreichend und zugleich alltäglich ist die Schwellensituation zwischen Beharren und Vertreibung. Beispielsweise etabliert sich ein Nomadisieren in der Gesellschaft. Grund dafür ist die Ausweitung der Zumutbarkeitstoleranzen, z.B. bei der Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort. Viele früher standortbezogene Berufe werden heute umherwandernd und/ oder übergangsweise ausgeübt. Die zunehmende Notwendigkeit, „Lebensabschnittsberufe“ zu erlernen, fördert die Bindungslosigkeit. Die Berufe werden zu Jobs (siehe Namenswechsel Arbeitsamt -> Jobcenter). Damit sinkt auch die Bedeutung der „Lebensabschnittsorte“. Zugleich findet die innere Sehnsucht nach Seßhaftigkeit immer mehr Ersatzformen und Projektionen.
Hinter Hab und Gut verschanzt, latent ein Fremder.

























